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Wie ein Tresor verankert wird

Wie ein Tresor verankert wird

Einbrecher sind kreativ. Selbst der schwerste Tresor kann auf Matten, Rollen und sogar auf Bahnen aus Seife und anderen Schmiermitteln gestohlen werden. Das passiert gerade dann oft, wenn Einbrecher mehr Zeit für eine gewaltsame Öffnung des Tresors brauchen.  Daher ist es wichtig einen Tresor richtig zu befestigen. Das nennt man Verankerung. Außerdem ist die Befestigung des Tresors wichtig für den Versicherungsschutz.  Eine fachgerechte Verankerung setzt allerdings einiges Wissen voraus. Wir geben Tipps, wie die Verankerung gelingen kann.

 

Versicherungen empfehlen Tresorverankerung

Obwohl Tresore ein hohes Eigengewicht haben empfehlen die Versicherungen einen Tresor zu verankern. Verankern meint, dass der Tresor mit dem Untergrund oder der Wand durch Gewindestangen oder Schwerlastanker verbunden wird. So kann sichergestellt werden, dass der Tresor nicht komplett mitgenommen wird. Der Tresorbesitzer sollte sich nie auf das Gewicht des Tresores verlassen – auch Tresore mit einem Gewicht von 500 Kilogramm und mehr können von Profis gestohlen werden. Daher empfiehlt die Versicherung, dass Tresore bis 1000 Kilogramm Gewicht grundsätzlich verankert werden sollten. Aber auch über dieses Gewicht hinaus ist eine Verankerung immer sinnvoll, weil man es Einbrechern immer so schwer wie möglich machen sollte.

 

Einen Tresor richtig verankern erfordert Planung

Wer einen Tresor befestigen möchte sollte bereits beim Aufstellen des Tresors im Hinterkopf behalten, dass der Standort dafür entscheidend sein kann. Besonders wichtig ist dabei der Untergrund oder das Material mit dem der Tresor verschraubt wird. Ideal sind Böden und Wände aus Beton, allerdings lässt sich der Tresor auch in anderen Materialen verankern. Wände aus Gipskarton, Leichtbauwände und auch Estrich sind allerdings keine geeigneten Träger für eine Tresorbefestigung. Außerdem sollte der Tresorbesitzer vorher darüber nachdenken, wo Wasserleitungen, Stromleitungen oder auch eine Fußbodenheizung verlegt ist.  Je nach Wand und Boden sind unterschiedliche Arten der Befestigung empfehlenswert.

 

Tresor verankern – So geht’s

Ob Waffenschrank, Möbeltresor oder schwerer Wertschutzschrank: Ein Tresor bietet nur dann Sicherheit, wenn ein Einbrecher ihn nicht mitnehmen kann. Meistens sind Tresore für eine Befestigung im Boden vorgerüstet. Sie haben dann bereit ein oder zwei Bohrlöcher, die für eine Gewindestange genutzt werden können. Einige Tresore haben zusätzlich ein Loch in der Rückwand. Diese Löcher beeinträchtigen nicht die Sicherheit oder Stabilität des Wertschutzschrankes. Sollte Ihr Tresor keine Vorbohrungen in der Rückwand haben, kann das nachträglich durch einen Fachmann durchgeführt werden. Auch dann ändert sich nichts an der Sicherheitsstufe.

 

Auf den Boden kommt es an

Die perfekte Tresorverankerung ist immer die in einem Betonuntergrund. Dabei gilt: Der Beton muss rissfrei sein und mindestens der Festigkeitsklasse C 20/25 entsprechen. Außerdem hat der VDMA festgelegt wie viel Kraft auf eine Mauer oder einen Boden ausgewirkt werden muss, bis ein Dübel aus der Wand reißt:

 

NormStufeAusreißwiderstand
EN 14450S1

S2

20 kN

30 kN

EN 1143-10, I, II, III

IV und höher

50 kN

100 kN

 

In der Praxis besteht allerdings das Problem, dass vermutlich kein Hausbesitzer den “Ausreißwiderstand” seiner Wände kennt. Daher sind die Normen, die für die Tresorbefestigungen gelten für Laien undurchsichtig. Generell lässt sich sagen, dass die meisten Mauerwerke dem geforderten Ausreißwiderstand nicht genügen. So wird der Ausreißwiederstand von Steinmauern mit ungefähr 170 Kilogramm bewertet, also 1.7 kN. Dieser Wert ist weit vom geforderten Widerstand entfernt. Einen Anhaltspunkt zum Ausreißwiderstand kann man aus den Datenblättern der Hersteller von Schwerstlastankern entnehmen.

Im Zweifel sollten Sie immer einen Sachverständigen zur Rate ziehen und den Tresor durch eine Fachfirma verankern lassen.

Normale Dübel sind ungeeignet

Wer seinen Tresor mit normalen Dübeln aus dem Baumarkt verankert, braucht mit der Arbeit nicht anfangen. Kunsttoffdübel wie man sie für Regale und Bilder verwendet sind für die Befestigung ungeeignet. Oft werden bei Tresoren bereits spezielle Schwerlastanker mitgeliefert – sollte das nicht der Fall sein, können Sie sich an den Tresorhersteller wenden. Anders als bei den gewöhnlichen Kunststoff-Dübeln werden Schwerlastdübel nicht verformt. Im Inneren des Dübels befindet sich ein Gewinde, dass durch die Schraube aufgespreizt wird. Das funktioniert aber nur, wenn der Anker in einem sehr harten Untergrund geklemmt wird. Schwerlastanker kommen nur für Beton in Betracht. Ihre Montage kann sich als schwierig erweisen. Hier sollten Sie auf einem Fachmann zurückgreifen.

 

Alternativ: Safe verankern mit Gewindestange

Einfacher geht die Verankerung mit einer Gewindestange. Dazu sollten Sie mindestens eine Gewindestange der Größe M12 verwenden. Bei dieser Methode wird auf einen klassischen Dübel verzichtet: Die Gewindestange wird direkt in einen speziellen Verbundmörtel gesetzt. Das ist zwar teurer aber in der Montage deutlich einfacher. Außerdem lassen sich mit einer Kombination aus Gewindestangen und Verbundmörtel auch Verankerungen in anderen Untergründen als Beton realisieren.

 

Montage mit M12 Gewindestange

  1. Tresor an die gewünschte Position schieben und Bohrlöcher durchzeichnen. Oft sind Vorbohrungen in Tresoren mit Plastikstopfen verschlossen.
  2. Idealerweise alle Verankerungspunkte nutzen
  3. Mit einem 14mm Betonbohrer die Löcher bohren. Bohrtiefe im Beton mindestens 70mm. Genaue Angaben auf der Packung.
  4. Bohrloch mit dünner Bürste ausfegen. Danach Aussaugen oder besser noch Ausblasen.. Achtung: Bohrloch muss (!) staubfrei und trocken sein.
  5. Nun den Verbundmörtel vorbereiten. Dazu Statikmischer auf die Kartusche drehen und in die Kartuschenpresse einsetzen.
  6. Die ersten 10 Zentimeter Verbundmörtel auf einem Tuch abstreichen und nicht verwenden.
  7. Verbundmörtel von hinten nach vorne ins Bohrloch einbringen. Bohrloch ca. zu Zweidritteln füllen.
  8. Nun zügig den Tresor an die Bohrlöcher schieben und Gewindestange durch die Vorbohrung im Tresor ins Bohrloch drücken.
  9. Dabei auf keinen Fall trödeln! Der Verbundmörtel härtet sehr schnell aus.
  10. Warten bis der Mörtel ausgehärtet ist und Tresor von innen mit selbstsichernder Mutter verschrauben.

 


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